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Mach1 Kart: Pfeilschnell beim KF EM-Finale in England

Mit John Norris und Harrison Newey traf Mach1 Motorsport beim Finale der CIK-FIA KF Europameisterschaft in England auf die Weltelite des Kartsports. Mit einer starken Leistung wusste das Duo zu beeindrucken und glänzte bei wechselhaften Witterungsbedingungen. Für die zweite Saisonhälfte ist der deutsche Chassishersteller bestens gerüstet.

Während Mach1 und John Norris eine feste Größe in der Schaltkart Europameisterschaft waren und in Wackersdorf als Zweiter nur hauchdünn am Sieg vorbei rutschten, machte das Team nun einen Abstecher zum Finale der KF Europameisterschaft auf dem PFi International Circuit in Brandon. Mit schnellen Kurven, zwei Schikanen und einem Tunnel, sowie Brücke stellte der 1.382 Meter lange Kurs ganz besondere Anforderungen an die Fahrer. „Um auf den langen Geraden ausreichend Speed mit zu nehmen, ist das Setup des Chassis ganz besonders wichtig“, wusste Teamchef Martin Hetschel zu berichten.

Bei wechselhaften Bedingungen wurde der Donnerstag zum Einfahren der Motoren genutzt. Am Freitag wurde es dann ernst. Bis zum Zeittraining stellte sich das Duo auf die Strecke ein und

überzeugte schon frühzeitig mit schnellen Rundenzeiten. Doch pünktlich zum Qualifying setzte Regen ein und stellte die Arbeit des Morgens auf den Kopf. Harrison Newey fand leider keine perfekte Runde und wurde nur als 40. gewertet. Deutlich besser lief für seinen Teamkollegen aus Irland. Ebenfalls erstmalig auf nasser Strecke fuhr John auf den beeindruckenden fünften Startplatz. „Leider musste ich in meiner schnellen Runde überholen, sonst wäre ich sicher nochmals schneller gefahren“, kommentiert er das Zeittraining. „Aber dafür dass ich das erste Mal mit Dunlop Regenreifen auf der Strecke bin, bin ich sehr zufrieden“, Noris weiter.

Am Samstag standen insgesamt vier Heats auf dem Programm. John wusste seine perfekte Ausgangsposition zu nutzen und glänzte direkt im ersten Durchgang mit der schnellsten Rennrunde.

Leider kosteten ihn aber auch ein Motorproblem und ein unverschuldeter Rennunfall wichtige Positionen. „Wenn diese ärgerlichen Zwischenfälle nicht gewesen wären, hätten wir uns sicher in den Top-Ten für das Pre-Finale qualifiziert. Trotzdem ist das eine Topleistung, wenn ich bedenke, dass ich seit dem DKM Finale in Genk das erste Mal wieder in einem KF-Kart sitze“, so John am Samstagabend.

Sein Teamkollege hatte es durch seine schlechte Startposition deutlich schwerer. In allen vier Vorläufen musste er sich aus dem Verfolgerfeld nach vorne kämpfen. Durch einen Ausfall im letzten Heats, lag er am Abend nur auf Gesamtposition 40 und durfte als Zwölfter den Hoffnungslauf in Angriff nehmen.

Sonntags gingen beide Fahrer hochmotiviert in den Renntag. Während John für die Finals qualifiziert war, ging es für Harrison im Hoffnungslauf um das Finalticket. Doch durch die hohe Leistungsdichte reichte es am Ende nicht zum Finaleinzug. „Das ist extrem schade, denn mit meinen Rundenzeiten im Hoffnungslauf hätte ich in Pre-Finale und Finale unter den ersten Fünf fahren können“, wusste Harrison zu berichten.

John verbesserte sich hingegen im Pre-Finale um sechs Positionen und sah das Ziel als hervorragender Zwölfter. Für das Finale hatte sich der Ire nun eine Top-Ten Platzierung als Ziel gesteckt. Doch im Finale war nach vier Runden das Rennen beendet, John wurde unsanft von der Bahn geschoben und musste das Rennen vorzeitig beenden. „Eine Weiterfahrt war mit dem Kart nicht mehr möglich“, berichtete John.

„Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit der Performance unserer Fahrer und auch unseres Materials. Dafür, dass wir zum ersten Mal mit den Dunlop-Reifen unterwegs waren und aus terminlichen Gründen nicht an den Testtagen der großen Teams teilnahmen, haben wir eindrucksvoll unter Beweis gestellt, was möglich ist. Ich bin sicher, dass wir das auch am nächsten Wochenende bei der DKM in Kerpen wieder zeigen können.“

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Mach1 Motorsport erlebt wechselhaftes EM-Finale

Mach1 Motorsport bei der CIK/FIA KF2 EuropameisterschaftDas Finale der CIK-FIA Kart Europameisterschaft im britischen Brandon hatte es für das Mach1 Motorsport Team in sich. Das Chassis des deutschen Herstellers konnte erneut bei wechselhaften Gripverhältnissen überzeugen, letztlich kosteten aber mehrere Unwegsamkeiten die Finalteilnahme.

Nach einem erfolgreichen EM-Auftakt im deutschen Wackersdorf peilte John Norris auch auf dem anspruchsvollen PF International Circuit in Brandon eine Position in den Top-Ten an. Nach den freien Trainings war die Stimmung sehr gut. John fand sich schnell auf der Strecke zurecht und seine Rundenzeiten versprachen einen erfolgreichen Verlauf der insgesamt drei Renntage. Doch im Zeittraining folgte die Ernüchterung. Bei starkem Regen und schwierigen Fahrbahnverhältnissen konnte der Ire keine schnelle Runde fahren und wurde nur als unbefriedigender 53. gewertet. Somit musste er in den insgesamt fünf Vorläufen jeweils aus der denkbarschlechten neunten Startreihe auf die Reise gehen. Trotz harter Fights und einiger Kollision im Mittelfeld konnte John mit einem vierten, zehnten und zwölften Rang Akzente setzen. Leider brachten ihm am Ende aber zwei Ausfälle nach einer Kollision und einem Motorschaden zu viele Strafpunkte ein. Der Mach1 Werkspilot wurde am Samstagabend als 45. gelistet und verpasste den Finaleinzug. Die Enttäuschung war beim Team natürlich groß: „John hat nicht aufgegeben und sich für jedes Rennen neue motiviert. Leider ist es sehr schwer von soweit hinten startend das Rennen unfallfrei zu überstehen. Im B-Finale werden wir nun versuchen das Wochenende mit einem positiven Ergebnis abzuschließen“, erklärte Teamchef Martin Hetschel am Samstagabend.

Sonntags war die erste Enttäuschung verflogen und John startete nochmals hoch motiviert in das B-Finale. Aus der elften Position kämpfte er sich vor und schrammte beim Fallen der Zielflagge als Vierter nur knapp an den Podesträngen vorbei. „Ein erfreulicher Abschluss für uns. Unsere Chassis hat bei Nässe, sowohl hohem Grip und Sonnenschein perfekt funktioniert“, freute sich Hetschel.

Neben John Norris rollten auch Lucas Speck und Lisa-Christin Brunner für den Hersteller aus Brackenheim an den Start. Doch für Speck war das Wochenende beendet, bevor es überhaupt richtig angefangen hatte. Der junge Rheinländer kämpfte mit einer vorangegangen Armverletzung und entschied sich nach dem ersten Vorlauf auf weitere Starts zu verzichten. Ebenfalls nicht ganz fit war seine Teamkollegin Lisa-Christin. Obwohl sie sich im Verlauf des Wochenendes deutlich steigern konnte, machte ihr erneut eine alte Rippenverletzung zu schaffen und sie verzichtete aus gesundheitlichen Gründen auf eine Teilnahme im B-Finale.

Martin Hetschel versuchte im Nachhinein seine Schützlinge aufzubauen: „Allein das Erlebnis auf dieser tollen und anspruchsvollen Strecke zu fahren, können sie sich nicht mehr nehmen lassen. Die Gesundheit können wir leider nicht beeinflussen, für beide war es besser vorzeitig aufzuhören, um nicht noch weitere Beschwerden hervorzurufen.“

Nach den zuletzt stressigen Wochen, geht das Team nun in eine kleine Sommerpause. Das nächste Rennen findet vom 17.-19. August auf dem Hunsrückring/Hahn statt, dort ist dann die DKM zum vierten Saisonrennen zu Gast.

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