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Mach1 Motorsport: Starker Saisonauftakt in Lonato

Mit vier Fahrern reiste der deutsche Chassishersteller Mach1-Kart zur 26. Andrea Margutti Trophy in Lonato und präsentierte sich in Top-Form. Das neue Chassis FIA5 zeigte eine starke Performance und Werkspilot John Norris holte bei den Schaltkarts einen hervorragenden vierten Rang.

Das Rennen auf dem South Garda Circuit wurde zur Bewährungsprobe des neuen Mach1 Chassis mit dem Namen FIA5. Erstmals stellte sich der deutsche Hersteller der starken internationalen Konkurrenz und überzeugte auf ganzer Linie. Bei Sonnenschein und hohen Grippverhältnissen machte das FIA5 einen perfekten Job und schrammte in der Schaltkartklasse nur knapp am Siegerpodium vorbei.

Insgesamt traten in 53 Teilnehmer in der Schaltkartklasse KZ2 an. Für Mach1 Motorsport waren John Norris, Thierry Delré und Toni Greif vertreten. Zusätzlich feierte LS-Kart-Pilot Lucas Speck seine Schaltkart-Premiere. Trotz der langen Winterpause legte Norris schon in den freien Trainings stark los und sicherte sich Platz zehn im Qualifying. „Ich hatte leider keine freie Runde, sonst wäre noch mehr möglich gewesen“, erklärte der Ire im Anschluss. In den Heats zeigte er seine Möglichkeiten, qualifizierte sich als Siebter für das Pre-Finale und verbesserte sich in diesem noch einmal um zwei Positionen auf Rang fünf. Aus der dritten Startreihe gelang John Norris im großen Finale über 25 Rennrunden ein perfekter Start und hielt in einem fehlerfreien Rennen den Anschluss zur Spitze. Beim Fallen der Zielflagge verpasste er als Vierter nur knapp das Siegerpodium. Trotzdem war im Ziel die Laune gut: „Obwohl des hohen Grippniveaus waren wir in der Lage ein gutes Setup zu finden und auf Augenhöhe mit der Spitze. Für den ersten Einsatz mit dem neuen FIA5 Chassis bin ich sehr zufrieden. Mein Dank geht auch an Michel Blanken für die hervorragenden Motoren. Insgesamt haben wir viel gelernt und werden diese Erfahrungen nun umsetzten.“

Der Belgier Thierry Delré erlebte indessen einen holprigen Start. Durch einen Defekt an seinem Renntransporter erreichte er die Strecke am Gardasee verspätet und ging mit großem Trainingsrückstand in das Renngeschehen. Deshalb kam er im Zeittraining nicht über Rang 40 hinaus. In den Heats gewann er aber immer mehr Vertrauen und wurde von Sitzung zu Sitzung schneller. Als 24. schaffte er den direkten Einzug und unterstrich damit sein Potential. Noch einmal weiter nach vorne ging es für ihn im Pre-Finale. In einem starken Rennen verbesserte er sich um weitere sieben Ränge und stand als 15. in der Startaufstellung des Finals. Dieses endete für den Belgier jedoch nach wenigen Metern, durch einen Rennunfall musste er nach nur einer Runde unfreiwillig aufgeben. „Leider verlief an diesem Wochenende nicht alles perfekt. Ich blicke nun nach vorne und konzentriere mich auf die X30 EM in Castelletto. Dort trete ich in der neuen Supershifter-Klasse an“, sagte Delré im Ziel.

Nach einer längeren Pause saß der Deutsche Toni Greif in Lonato wieder im Kart und wurde von Training zu Training schneller. Leider warf ihn ein Ausfall im ersten Heat weit zurück und er musste im Hoffnungslauf starten. Als Siebter lag er über lange Zeit auf einer aussichtsreichen Position, zu Rennende verlor er jedoch etwas an Boden und verpasste das erhoffte Finale. „Ich habe mich im neuen Mach1 FIA5 sehr wohl gefühlt und komme auch mit der neuen HRP-Bremse deutlich besser zurecht. Schade, dass es nicht für das Finale gereicht hat, mit den Rundenzeiten wäre ich sicher im Mittelfeld mitgefahren“, fasste der junge Student zusammen.

Seine Premiere bei den Schaltkarts feierte Lucas Speck. Der Rheinländer startet mit einem LS-Kart, welches ebenfalls aus den Reihen von Mach1 stammt und zeigte eine steile Lernkurve. Jede Runde wurde Speck schneller und lernte viel dazu. Das Finale verpasste er am Ende leider knapp, zeigte sich im Ziel aber sehr zufrieden: „Für unseren ersten Schaltereinsatz war das sehr gut. In erster Linie ging es uns dieses Wochenende um den Lerneffekt im Rennen. Das Chassis reagierte auf Setupänderungen sehr gut und kontrollierbar. Ich bekomme jede Runde mehr Fahrpraxis und Sicherheit im Schaltkart. Wir werden hart arbeiten, um uns weiter zu entwickeln, den Grundstein dazu haben wir gelegt.“

Bereits am Osterwochenende geht das Renngeschehen für Mach1-Kart weiter, Thierry Delré startet bei der X30 Challenge Europa in Castelletto (Italien). Nach seinem International Finals-Sieg im vergangenen Jahr, zählt er auch dort zu den Favoriten der neuen Supershifter Klasse.

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Vorstellung LS-Kart (made by Mach1) und LS-Racing

LS-Kart by Mach112 Jahren ist es her, dass die Familie Speck mit dem Kartsport begann. Nach einigen Kart-Slalomveranstaltungen wurden die Aktivitäten auf die Rundstrecke verlegt. Bis 2006 starteten die Söhne Sandro und Lucas zusammen in der Bambiniklasse. Ab 2007 nahm nur noch Lucas (www.lucas-speck.de) an Rennen teil. Im Frühjahr wurde beschlossen sich komplett neu aufzustellen, um auch in den nächsten Jahren erfolgreich am Kartsport teilzunehmen und weitere nationale und internationale Erfolge einzufahren. Um das hoch gesetzte Ziel zu erreichen, gibt es ein neues Team und ein neues Chassis-Label.
LS-racing Team
Das Team verfügt über einen ausgebauten Transporter und 2 Zelte. Um nichts dem Zufall zu überlassen wurde eine Rahmenlehre angeschafft, um auch an den Rennwochenenden die Chassis vor Ort überprüfen zu können. Zudem wurden verschiedene Hilfsvorrichtungen gefertigt, um die Qualität der eingesetzten Karts zu gewährleisten.
Lucas: „Wir versuchen alles so perfekt wie möglich zu machen und möchten ein Zeichen im Kartsport setzen.“
 
Als Highlight betrachtet das Team die Weiterentwicklung einer Software mit welcher an Hand von 3D-CAD-Modellen Abstimmungen der Chassis verglichen und simuliert werden können.
 
Dipl-Ing. Axel Speck: „Die Einstellmöglichkeiten moderner Chassis sind so vielfältig, dass es schnell passiert, dass vorgenommene Änderungen das Gegenteil bewirken. Alleine die Lenkgeometrie eines Karts ist so komplex, dass mir in der Vergangenheit keiner genau sagen konnte, welche Änderungen ein größere und welche kleinere Auswirkungen auf das Heben des inneren Hinterrades in der Kurve haben. Mit dieser Fragestellung war die Idee der Entwicklung der Software geboren. Auch wenn uns die Rennpause von Lucas etwas eingebremst hat, sind wir heute schon in der Lage, Abhängig von der Chassiseinstellung, im Vorfeld Aussagen zum optimalen Kurvenradius bezüglich des gewählten Spurdifferenzwinkeln zu tätigen.
Zudem haben wir mittlerweile sehr viel über die einzelnen Einflüsse der unterschiedlichen Einstellparameter auf das Ausheben des kurveninneren Hinterrades gelernt.
Obwohl ich seit 12 Jahren für Lucas schraube und immer versucht habe Dinge ingenieurmäßig zu hinterfragen, haben mich schon einige Ergebnisse überrascht.“
In den nächsten Monaten wird das Team weiter Daten sammeln und jede gefahrene Chassiseinstellung mit der Simulation abgleichen.
„Wir sind uns sicher, dass wir die Testschleifen bis zur Findung einer perfekten Chassiseinstellung deutlich reduzieren können. Das konnte ich bei meinen letzten Rennen schon zeigen. Gerade an den Rennwochenenden ist die Zeit oft so knapp, dass es immer wichtiger wird, schnell und im Voraus die richtige Abstimmung zu haben.“ ergänzt der Maschinenbaustudent Lucas Speck.
 
Teammanager Axel Speck: „Auch wenn man bei uns alles rund um den Kartsport bekommen kann, sehen wir uns nicht im Wettbewerb zu anderen Händler oder Teams, da der Kartsport nicht unser Hauptgeschäft ist. Damit hoffen wir weiter auf viele gute Kontakte im Fahrerlager.
In der Zukunft könnten wir uns vorstellen, ein junges, ausgesuchtes Talent mit unserer Erfahrung zu unterstützen. Im Vordergrund stehen aber zunächst die Einsätze von Lucas, der noch viele Jahre Kartrennen fahren möchte.“
In diesem Jahr ist die Teilnahme an den jeweils letzten Läufern der DKM und der ADAC Kart Masters geplant.
Für das nächste Jahr ist die Teilnahme an der DKM, der EM und – wenn es der Terminplan und das Budget zulässt – an der WM geplant.
 
LS-Kart
Chassismarken gibt es heute fast wie Sand am Meer und wir haben noch eine hinzu gefügt! Was ist also das besondere an einem LS-Kart?
Kurz: Individualität in Verbindung mit Liebe zum Detail und Zweckmäßigkeit!
Mit der Entscheidung ein eigenes Team zu geünden, kam auch die Frage auf mit welchem Chassis? Schnell wurde klar, dass es das Traumkart für uns nicht zu kaufen gibt. Also haben wir entschieden ein eigenes Kart zu kreieren.
Zwei erfolgreiche Jahre von Lucas im Hetschel-Werksteam und die Möglichkeit als Entwicklungspartner zu fungieren haben die Entscheidung leicht gemacht. Innerhalb kurzer Zeit war das Projekt mit Dr. Martin Hetschel abgestimmt und definiert.  Was dann folgte war für alle Beteiligten viel Arbeit… Ein Dank geht hier an die Mannschaft der Fa. Hetschel, die uns perfekt unterstützt hat.
Lucas: „Die ersten KF Rahmen wurden nach dem neusten Stand der Entwicklung und Prozesstechnik geschweißt, genau so, wie ich sie mir vorstelle. Im modern, chromunterlegten Design soll sich unsere Vorstellung des Karts widerspiegeln. Die HRP-Anbauteile die wir zu über 80% verwenden, gehören zu den Hochwertigsten überhaupt, zudem ist eine problemlose Ersatzteilversorgung aus Deutschland garantiert. Dennoch haben wir einige Details ganz bewusst geändert.“
Die Schwerpunkte lagen hierbei auf Gewichtsreduzierung, Optik und Zweckmäßigkeit.
Hierzu Axel Speck: „Da wir nicht an Einkaufstrategien gebunden sind, konnten wir uns in einigen Details über Zwänge in denen große Karthersteller stecken hinwegsetzen und kompromisslos die Teile verwenden, die wir für die besten halten.“
Die ersten Chassis werden in den nächsten Tagen getestet.
Auf die Frage ob das Chassis im freien Handel erworben werden können, gibt es noch keine klare Antwort. Lucas: „Neben den heute schon existierenden Chassis sind wir in der Lage mit den verfügbaren Spezialteilen in kurzer Zeit weiter Chassis aufzubauen, aber hier gilt das gleiche wie bei dem Rennteam, der Kartsport ist nicht unser Hauptgeschäft. Wir sehen das so, dass diese Chassis sehr hochwertige und professionelle Sportgeräte sind, welche eine Menge Erfahrung voraussetzen. Wir werden die Karts – wenn überhaupt – nur an sehr erfahrene Kartsportler abgeben. Da es auch schon Interesse von Händlern gibt, könnte ich mir einen Vertrieb schon vorstellen. Aber auch hier muss erst geklärt werden, in welche Hände die Karts gelangen.“
Text/Foto: Speck Engineering